Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Nikolaus, Nikolausberg

Die Klosterkirche zu Nikolausberg – nicht nur für Kirchgänger


Frisch herausgeputzt steht sie auf einem Bergrücken über dem Hang zum Leinetal, die mehr als 850 Jahre alte Klosterkirche St. Nikolaus. Der wuchtige Turm der Pilgerkirche mit seinem roten Dach leuchtet bei Tag und Nacht. Diese Landmarke grüßt die Menschen nah und fern, lädt zur Einkehr ein, zum Schutz vor Unwetter, zum Entschleunigen, zum zur Ruhe kommen, zum Beten und zum Entdecken des mittelalterlichen Raumes zwischen Romanik und Gotik...

Der Flügelalter mit dem Gekreuzigten im Zentrum, St. Nikolaus mit der zum Gruß erhobenen Hand, die Engel und das Lamm in der Vierung, von Löwen getragene Säulen, Hasenköpfe und Fratzen, die Zeichen der Steinmetze, an die Chorwände gekritzelte Inschriften der Pilger, sieben Altäre … jeder Quadratzentimeter Zeugnis einer langen und denkwürdigen Geschichte, manche Besonderheit oder gar Einmaligkeit oder noch nicht aufgedecktes Geheimnis.

Jeden Tag ist sie geöffnet – von 9 bis 17 Uhr. An bestimmten Tagen geschieht Besonderes: Der dreischiffige Kirchenraum dient nicht nur dem regelmäßigen Gottesdienst, sondern ist mit seiner großartigen Akustik immer wieder Bühne für hochklassige Konzerte, Musicals und Theateraufführungen, für den Oktobermarkt (Kunsthandwerk) und die Hubertusmesse (Naturhorn-Bläserchor der Universität), für die großen Festgottesdienste des Jahres. Das sollten Sie erlebt haben.

Und wenn Sie einfach zwischen den Terminen des Alltags einkehren, dann haben Sie die Chance, spontan ein kleines Orgelkonzert zu genießen, wenn der Organist oder andere Orgelspieler üben … Und wenn Sie gestärkt aus dem Kirchenraum heraustreten, dann winkt gleich der „Klosterkrug“ herüber ...


Klosterkirche St. Nikolaus
Augustinerstr. 17
37077 Göttingen

Öffnungszeiten: täglich 9 bis 17 Uhr (im Sommer bis 18 Uhr)


Geographische Lage


Die Klosterkirche Nikolausberg als ehemals bedeutende Pilgerkirche zu Ehren des Hl. Nikolaus liegt an der Via Scandinavica und damit am norddeutschen Teil des Jakobswegs nach Santiago de Compostela: http://jakobswege-norddeutschland.de/scanfue.pdf.

https://goo.gl/maps/gxiKQdoBgNz

Kirchenbau

Ein wenig Geschichte


Nikolausberg, das allerdings erst seit dem 17. Jahrhundert so heißt, ist nach der hiesigen Kloster- und Wallfahrtskirche St. Nikolaus benannt. Vorher hieß es Ulrideshusen. Die dem Hl. Nikolaus geweihte Kirche wurde vermutlich im 12. Jahrhundert erbaut, urkundlich erstmals erwähnt 1162 n. Chr.

Eine Legende aus dem 14. Jahrhundert besagt...



Sakrale Ausstattung


Die Bedeutung der Nikolausberger Kirche beruht vor allem auf der im Osten des Innenraums, in Querhaus und Chorjoch erhaltenen spätromanischen Bausubstanz. Antikisierende Säulen, mit plastischem Schmuck verzierte Kapitelle und...


Weitere Informationen im Kirchenführer: Scholl, Christian, St. Nikolaus-Kirche in Göttingen-Nikolausberg, 1. Aufl. 2012, herausgegeben von der Klosterkammer Hannover, Deutscher Kunst-Verlag, ISBN 978-3-422-02353-6.
Bezugsquelle: Ev.-luth. Kirchengemeinde Nikolausberg, Augustinerstr. 17, 37077 Göttingen